Café One World


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Café One World – ein Projekt von Cross Borders und Interkultur

Unser Haus im Lamotte-Park ist seit Dezember 2014 jeden Sonntag zwischen 12:00 Uhr und 16:00 Uhr für alle, geöffnet, die sich einsetzen, austauschen und mit anderen zusammenzusetzen möchten.
Es hätte auch „Café Global“, „Café Hand in Hand“, „Café Grenzenlos“ oder einfach „Kaffeeklatsch“ heißen können. Gemeint ist damit ein Ort der Begegnung für Flüchtlinge, Germersheimer und Auswärtige, bei dem die Flüchtlinige selbst aktiv werden können und andere kennen lernen können, ohne auf die Rolle der dankbaren Empfänger reduziert zu werden. Das Café holt die Flüchtlinge aus der Isolation und lädt ein zu unterschiedlichsten Aktionen, die im Wesentlichen dem unermüdlichen Einsatz verschiedener Studenten des FTSK (siehe nachstehende Informationen zu Crossborders) zu verdanken sind.

Bisher gab es nach der Einweihung mit einer Foto-Ausstellung von Mohamed Mossa und einem Kurzfilm von Nate Bernadini mit den Flüchtlingen aus dem Kreis Germersheim eine Weihnachtstombola, einen Spielenachmittag, verschiedene Kochaktionen, eine Neujahrsfeier u. a. m. Kaffee und Kuchen sind garantiert und gemeinsam ist allen Café-Tagen, ob mit oder ohne Programm, die folgende Devise: Die Welt rückt zusammen, nutzen wir die Nähe zum Dialog.
Informieren Sie sich im Vorfeld über geplante Aktivitäten oder kommen Sie einfach auf eine Tasse Tee oder Kaffee vorbei.

Café One World ist entstanden aus einer Kooperation von Cross Borders, Interkultur e. V., FV Türkgücü und den Flüchtlingen selbst, um in einer Welt, in der Krieg als Mittel der Wahl gilt, Flüchtlingen, die in Deutschland stranden, eine Perspektive für ihr Leben in Deutschland zu geben. Kriege, Verfolgung und Not bedrohen viele Menschen in der Welt – nach UN-Schätzungen sind zurzeit 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr als die Hälfte von ihnen versucht, im eigenen Land eine sichere Bleibe zu finden, und der überwiegende Teil derer, die das eigene Land verlassen, wird von Nachbarländern aufgenommen. Im Libanon z. B. mit seinen rund 4,4 Millionen Einwohnern befinden sich zurzeit etwa 1,2 Millionen Flüchtlinge aus Syrien. In der EU wurden 2013 knapp 440 000 Asylanträge gestellt, davon gut 125 000 in Deutschland. Auch in den Kreis Germersheim sind einige Flüchtlinge gekommen. Bis über ihren Asylantrag entschieden ist – im Durchschnitt dauert das 8 Monate – , sind sie zum Nichtstun verdammt und dadurch sehr isoliert.

Für Cross Borders, eine Gruppe von Studenten am FTSK, war das Anlass, Deutsch-Unterricht für die Flüchtlinge (siehe Navigationsleiste rechts im Crossborders-Blog) anzubieten, um Sprachbarrieren abzubauen. Der Fußballverein Türkgücü heißt die Flüchtlinge seit 2014 mit seinem Projekt „Türkgücü Welcomes Refugees“ willkommen, um ihre Einbindung in Sportbetrieb und Vereinsleben zu fördern. Für Interkultur ist gelebte Vielfalt das zentrale Vereinsthema.