{"id":94,"date":"2008-09-22T16:09:33","date_gmt":"2008-09-22T16:09:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.interkultur-germersheim-ev.de\/main\/?p=94"},"modified":"2008-09-22T16:09:33","modified_gmt":"2008-09-22T16:09:33","slug":"kein-abriss-unter-dieser-nummer-20-27","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.verein-interkultur.eu\/main_neu\/?p=94","title":{"rendered":"\u201eKein Abriss unter dieser Nummer 20-27\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Von 3.Oktober bis 2.November  2008<br \/>\nEr\u00f6ffnung:  am 3.10.08 um  17 Uhr<\/strong><br \/>\nWir er\u00f6ffnen  unser Sonntagscafe am Tag der deutschen Einheit mit einer Ausstellung \u00fcber die Berliner Hausbesetzerbewegung. Die Problematik, einen bezahlbaren Wohnraum zu finden hat an ihrer Brisanz bis heute nichts verloren. Wohnraum ist nach wie vor ein Spekulationsobjekt ist und preisg\u00fcnstige Wohnungen sind, auch in Germersheim, kaum existent. Mit dieser Ausstellung wollen wir auch auf die Leerst\u00e4nde in der Germersheimer Innenstadt hinweisen, da hier ben\u00f6tigter Wohnraum ungenutzt verf\u00e4llt. Bernd Meinke, der diese Zeit in Berlin hautnah miterlebte, hat diese Ausstellung initiiert und zusammengestellt. Er wird die Ausstellung mit einem R\u00fcckblick auf die damaligen Ereignisse er\u00f6ffnen.<br \/>\nKahlschlagsanierung vs. Hausbesetzerbewegung. Die Berliner Hausbesetzerbewegung entstand im Laufe des Jahres 1979, als einzelne Mieterinitiativen wie die BI SO 36 dazu \u00fcbergingen, leer stehende und vom Senat\/Vermietern dem Verfall preisgegebenen Wohnraum \u201ein Stand zu setzen\u201c, d.h. in Eigenarbeit zu renovieren, um so den Erhalt gewachsener Stadtteilstrukturen sicherzustellen und der Kahlschlagsanierung wie z.B. im Wedding entgegenzuwirken. \u00c4hnliche Bewegungen entwickelten sich in anderen St\u00e4dten der BRD, sowie Amsterdam, Z\u00fcrich, London, Paris u. a. War f\u00fcr die Instandsetzer die Hoffnung auf anschlie\u00dfende Miet- und Kaufvertr\u00e4ge von H\u00e4usern zentral, so entwickelte sich der Protest gegen die Spekulanten mit Wohnraum seit Mitte 1980 zum \u201eBerliner H\u00e4userkampf\u201c. Binnen weniger Monate waren \u00fcber 160 H\u00e4user besetzt, die jetzt als Basis subversiver Aktionen dienten und gegen polizeiliche R\u00e4umungen zum Teil mit Gewalt verteidigt wurden. Zutiefst umstritten waren dabei die politischen Konzepte zwischen \u201eVerhandlern\u201c und \u201eNicht-Verhandlern\u201c.<br \/>\nNach heftigen internen Auseinandersetzungen der Hausbesetzer und mannigfaltigen Stra\u00dfenschlachten um die H\u00e4user beendete die R\u00e4umung im Oktober 1984 des KuKuCK die Hausbesetzerbewegung. Ca. 100 H\u00e4user wurden in der Zeit zwischen 1980 \u2013 1984 an die \u201eInstandsetzer\u201c \u00fcbergeben.<br \/>\nBernd Meinke, ein Germersheimer der in den 80 Jahren Berlin zu seiner Wahlheimat machte, zeigt uns anhand von Bildern, Tafeln und Zeitdokumenten ein Spiegel dieser spannungsgeladenen Zeit und r\u00fcckt so die enge Verflechtung zwischen privaten und \u00f6ffentlichen Raum ins Bewusstsein.  Die Ausstellung \u201eKein Abriss unter dieser Nummer 20-27\u201c  kann bis zum 2. November im Haus Interkultur sonntags von 14-18h besucht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von 3.Oktober bis 2.November 2008 Er\u00f6ffnung: am 3.10.08 um 17 Uhr Wir er\u00f6ffnen unser Sonntagscafe am Tag der deutschen Einheit mit einer Ausstellung \u00fcber die Berliner Hausbesetzerbewegung. 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