Am Freitag, den 16.11., ist ein neuer Interkultur-Chor unter Leitung von Jorge Losana entstanden! Jorge Losana studiert in Mannheim und verfügt über eine für sein jugendliches Alter erstaunliche Chorerfahrung und vor allem viel Begeisterung, mit der er die Teilnehmer beim ersten Treffen bereits angesteckt hat. Sein Schwerpunkt liegt auf Populär-Musik mit stark rhythmischen Elementen bis hin zur Vokal-Perkussion, er ist aber jederzeit für andere Ideen und Vorschläge offen. Wer Lust hat, einen Abend lang mit viel Spaß Lieder aus aller Herren Länder zu singen, ist herzlich dazu eingeladen, beim Chor einzusteigen.
Termin: Freitags, 18.30 Uhr im Haus Interkultur. Alle, die nicht regelmäßig kommen können, können unter „Unser Verein > Aktivitäten > Interkultur-Chor“ nachlesen, ob ein Freitagstermin ausfällt, oder sich bei Michel Bolz (Tel. 777788) erkundigen.
Encaustic-Kurs
Pünktlich vor Weihnachten gibt es einen neuen Encaustic-Kurs mit der Encaustic-Trainerin Heide Idrissi. Der Kurs findet am Sonntag, den 25. November, von 11.00 Uhr bis etwa 16.00 Uhr im Haus Interkultur statt und ist für Anfänger ebenso geeignet wie für all die, die bereits einen Kurs bei Frau Idrissi gemacht haben. Interkultur bietet diesen Kurs in erster Linie für Kinder an, interessierte Erwachsene können sich jedoch auch anmelden. Die Kursgebühr beträgt 18,- €.
Encaustic ist eine Maltechnik der Ägypter aus dem 5. Jt. vor Christus, die zwar noch von Michelangelo praktiziert wurde, aber im Laufe der Jahrhunderte fast vollständig von der einfacher handzuhabenden Ölmalerei verdrängt wurde. Der technische Fortschritt macht es in Form von Bügeleisen und Spezialwachsen und -papieren jedoch mittlerweile möglich, dass auch absolute Laien mit dieser Maltechnik im Handumdrehen beeindruckende Bilder anfertigen, die sich durch leuchtende Farben und eine verblüffende Tiefenwirkung auszeichnen. Wer möchte, kann seine gelungensten Motive nach dem Kurs sogar auf einem T-Shirt verewigen (bei 40 °C waschbar).
Anmeldungen bei Ruth Llerena-Walker unter 07274 7347.
Kunst im Sonntagscafè
Neue Ausstellung mit Werken von Alfred Ernst Jahns
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 4.Nov.07 17:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 4. Nov. – 16. Dez. 07,
ÖZ: sonntags 14:00 – 18:00 Uhr
Interkultur e.V. präsentiert Werke von Alfred Ernst Jahns
„In der Kunstmalerei finde ich den befreienden Ausdruck meines Innenlebens“, so Alfred Ernst Jahns, der vom 04.11. bis 16.12.07 seine Werke im Haus Interkultur dem Publikum präsentiert. Die Vorlieben des gebürtigen Mecklenburgers, der 1953 in Levin-Zarnekow geboren wurde, finden sich in der Acryl- und Pastelltechnik und wurden durch seinen damaligen Zeichenlehrer, der mit dem bekannten Künstler des Expressionismus Oskar Kokoschka befreundet war, geprägt. Sein künstlerischer Werdegang setzte sich auch in der Berufswahl zum Grafischen Zeichner fort. Stationen als Siebdrucker und Plakatmaler folgten. Interessant ist das Spektrum dieses Malers, das von großen Wandgemälden über Portraits bis hin zu kleinen Steinobjekten reicht. In der angekündigten Ausstellung nehmen die Portraits bekannter Musiker wie beispielsweise Ella Fitzgerald, Jac Brel, Bob Dylan und Dizzy Gillespie eine gesonderte Stellung ein.
Da der Künstler in der Germersheimer Kultur- und Museumsnacht am nicht anwesend sein kann, findet die Vernissage, nicht wie angekündigt am 9.11. , sondern bereits am 4.11.07 statt.
Archiv
Festungsfest 2001
Braun bleibt Braun
Wir werden bei der Kundgebung wohl den Wolf im Schafspelz erleben: Im Aufruf der Rechtsradikalen kann man nachlesen, was alles zu erwarten wäre, gäbe es bestimmte Auflagen der Behörden nicht. Sie kennen ihre „Kameradschaften“ genau und wissen, welche Utensilien ihre Klientel liebt, verehrt und am liebsten öffentlich zur Schau tragen würde. Doch ist es derzeit angesagt, den Biedermann zu geben, so lässt man also alles daheim, was den guten Eindruck trüben könnte. Liest man jedoch deren Auslassungen im Internet (wenn’s auch arg anstrengend ist), so fragt man sich zunächst, in welcher Republik die Verfasser solchen verquasen Unsinns aufgewachsen sind. Die demokratischen Freiheiten unseres Grundgesetzes gelten für sie genauso, wie für alle übrigen BürgerInnen auch. Ihre Gefühle sind in keiner Weise beeinträchtigt: Wenn sie denn gerne Stolz auf etwas sein möchten, bitte, nur keine Hemmungen! Andere haben mit dem gleichen Recht die Möglichkeit, sich davon zu distanzieren. So weit kommt es noch, dass wir uns vorschreiben lassen wollen, wie die eigene Gesinnung auszusehen hat! War da was? Totalitäre Ansätze zu verspüren? Das wäre dann also die von ihnen angestrebte „Systemalternative“ der „nationalen Bewegung“: Offener Aufruf, die freiheitliche, demokratische Grundordnung (FDGO) der Bundesrepublik Deutschland zu zerstören! Ob wir da nicht an der Grenze der Demonstrationsfreiheit angekommen sind? Das sollte hier, in Germersheim oder Speyer oder wo auch immer, von den zuständigen Aufsichtsorganen nicht geduldet werden. Wir setzen uns für den Erhalt unseres Grundgesetzes ein und fordern von den staatlichen Instanzen dasselbe: Dieser Aufmarsch der Systemveränderer darf nicht stattfinden; die Anstifter verhaften und vor Gericht bringen heißt die Devise!
Germersheim ist lieber bunt
Die Ankündigung der Rechtsradikalen Germersheim am kommenden Mittwoch, den 3. Oktober, als Treffpunkt für ihren Feiertagsaufmarsch zu wählen, hat alle Parteien und viele Verbände, Vereine sowie beide Kirchen in Germersheim auf den Plan gerufen. Auch wenn die Neonazi-Kundgebung vom Ordnungsamt zwischenzeitlich verboten wurde, muss weiterhin mit einem Anmarsch der Ewiggestrigen gerechnet werden.
Um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, rufen alle Gruppierungen zu einer Kundgebung am kommenden Mittwoch, den 3. Oktober, ab 12 Uhr auf dem Kirchenplatz auf. Zeigen wir den Rechten, dass Germersheim kein Boden für ausländerfeindliche Stimmungsmache und billige Parolen ist. Es ist deshalb wichtig, dass alle Präsenz zeigen und sich nicht einschüchtern lassen!!
Der Verein Interkultur als überparteiliches Forum hat die Organisation übernommen und tritt als Veranstalter auf. Für die Veranstaltung benötigen wir 10 Personen, die sich bereit erklären, als Ordner (mit den entsprechenden Armbinden) aufzutreten – und vielleicht für Fragen und ähnliches da zu sein. Für Ordnung werden sie nicht sorgen müssen: Die Polizei hat erklärt, dass sie über 2 Beamte pro Neonazi verfügt (sie rechnen mit bis zu 150 Rechten).
Wir brauchen auch 4 Personen, die während der Veranstaltung Luftballons mit Helium füllen und verteilen – 1000 Stück sind bereits in Auftrag gegeben.
Am Sonntag, den 1. Oktober, ab 14 Uhr treffen wir uns auch im Haus Interkultur um Transparente, Papp-Maché-Figuren etc. zu basteln und auch um das Aufkleben von Plakaten und das Verteilen von Handzetteln abzusprechen. Bring gerne deine Freunde mit.
Wir sind auf der Suche von Musikern und Künstlern, die auftreten möchten, um die Versammlung zu einem Fest werden zu lassen.
Infos bei Verónica Abrego unter 07274-77500 oder 0176 200 19461.
Am 1. Oktober wird wie gewohnt unser Montagstreffen stattfinden, dazu sind Sie/bist Du wie immer herzlich eingeladen.
Siehe auch „Braun bleibt Braun“ unter Interkultur-Nachrichten.
Gemeinsam gegen Rechts
Stolpersteine heißen die kleinen, in der Sonne glänzenden Gedenkplatten, die in vielen Städten (z. B. auch Karlsruhe) an die einheimischen Opfer der Naziherrschaft erinnern. Sie lassen jeden Normalsterblichen innehalten und zeigen, dass vor vielen Jahren genau an diesem Ort ein Menschen lebte, ein Mensch wie du und ich, bevor man ihn verschleppte und seine Stimme, und damit die seiner möglichen Nachkommen, für immer verstummen ließ. Wo sind die Stolpersteine in Germersheim, die uns erinnern, wie die Opfer von der Nazigewalt hießen und welches Gedankengut sie zu Opfern werden ließ, bevor wir zur Tagesordnung übergehen?
Auf der Tagesordnung stehen in Germersheim Jahrzehnte später wieder wie schon einmal die Nazis. Für eine Stadt mit dieser großen Anzahl von Migranten ist das eine Provokation, Germersheim wurde nicht umsonst als Standort von den Neonazis ausgewählt. Aber wir lassen uns nicht provozieren, so viel Aufmerksamkeit haben sie nicht verdient. Wir werden uns aber auch nicht verstecken, denn wir haben gelernt, dass Zivilcourage gegen Gewalt gefragt ist: Niemals sollten wir wegschauen, wenn Angst und Einschüchterung auf der Tagesordnung stehen.
Deshalb ruft Interkultur Germersheim auch Sie dazu auf, am Mittwoch, den 3. Oktober, gemeinsam mit allen demokratischen Parteien und Verbänden ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben zu setzen.
Schauen Sie nicht weg, kommen Sie vorbei!
Kunst im Sonntagscafè
Gemeinschaftsausstellung vom 9 September bis 28 Oktober 2007, sonntags von 14 – 18 Uhr
Wir laden am Sonntag den 9. September zu einer Gemeinschaftsausstellung ins Haus Interkultur ein. An dieser Ausstellung beteiligen sich: aus Germersheim Barbara Dehof (Malerei), Georgia Kopf-Reddmann (Fotografie), Paul Hugo Weingardt(Malerei), aus Rülzheim Bernhard Schultz (Malerei), Regine Goldberger (Skulpturen), aus Hördt Anja Maria Lang (Malerei,Objekte), aus Herxheim Uschi Felix (Malerei) und aus Rheinzabern Annette Ehrhardt ( skulpturistische Objekte).
Am Tag des offenen Denkmals wird Juan Recacoechea im Außenbereich des Vereins seine aus Schrott gefertigten Tierskulpturen zeigen.
„Woche der Kinderrechte“ stößt bei Vorleseinitiative auf offene Ohren
Die erste „Woche der Kinderrechte“ in einem Bundesland wird in Rheinland-Pfalz rund um den Weltkindertag am 20. September 2007 eine Vielzahl attraktiver und interessanter Veranstaltungen für Kinder bieten. Im Zentrum der ersten landesweiten Woche der Kinderrechte steht das in Artikel 31 der UN-Konvention formulierte „Recht des Kindes auf Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben“.
Auch „Germersheim liest vor“, die gemeinsame Initiative von Kinderschutzbund Germersheim und Interkultur, beteiligt sich mit einer eigenen Aktion an dieser ersten „Woche der Kinderrechte“. „Mit unserem Vorlesen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Bildung von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund“, erläutert Veronica Abrego, vom Verein Interkultur. „Wir finden es deshalb wichtig, die in der UN-Konvention formulierten Kinderrechte und insbesondere das Recht auf Teilhabe am kulturellen und künstlerischen Leben hervorzuheben und so den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, die Rechte von Kindern im Grundgesetz zu verankern, was bisher leider noch nicht geschehen ist“, ergänzt Susanne Himken vom Deutschen Kinderschutzbund.
Mit einer Kinderrechts-Rallye, an der die drei Grundschulen Germersheims teilnehmen, wollen beide Vereine am 20. September, dem Weltkindertag, das Thema Kinderrechte in das Bewusstsein der Bevölkerung und vor allem der Kinder rücken. An zehn verschiedenen Stationen wollen die Organisatoren den Kindern die wichtigsten Kinderrechte näher bringen und erläutern, welche Relevanz sie für ihr eigenes Leben und das der Kinder in anderen Teilen der Welt haben. Endziel der Rallye ist die Bücherei, wo Vorleser von „Germersheim liest vor“ Geschichten zum Thema vorlesen werden.
In diesem Jahr findet in Rheinland-Pfalz zum ersten Mal die „Woche der Kinderrechte“ statt. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur unterstützt in diesem Zusammenhang Aktionen und Projekte, die der Sensibilisierung für die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte sowie zu deren Umsetzung dienen.
Weitere Informationen zum Thema Kinderrechte finden Sie bei Terre des Hommes.